PBS Nearline Analytic Infrastructure erstmals im Einzelhandel im Pilot-Einsatz

Um seinen sehr umfangreichen Warenbestand zu verwalten, setzt das Unternehmen SAP IS Retail Release 4.7 mit den Modulen FI, CO, MM und SD ein. Bei dem anfallenden Datenvolumen wird täglich archiviert, um die Betriebskosten gering zu halten. Aktuell sind ca. 50 SAP-Standard-Archivierungsobjekte im Einsatz und zusätzlich 10 kundenspezifische, die mithilfe von PBS CUSTOM angelegt wurden. Das Unternehmen ist bereits seit 2005 PBS-Kunde. Der Zugriff auf die archivierten SAP-Daten erfolgt über entsprechende PBS archive add ons, über SAP-Standardprogramme, über das SAP Archivinformationssystem und eigene Programme. Auch bei der Umsetzung der GDPdU-Richtlinien vertraut man auf die entsprechenden PBS-Module und verwendet zur Datenextraktion das PBS Data Export Interface, einem integralen Bestandteil der PBS archive add ons. Damit werden alle Zugriffsarten für eine Betriebsprüfung vollständig unterstützt.

Vorher

Nach der bisherigen Methode wurden die PBS-Archivindizes bisher im SAP-Filesystem gespeichert. Der Plattenplatzbedarf dieser Archivindizes beträgt aktuell zirka 400 Gigabyte  und wird in absehbarer Zeit noch größer, da bislang  4-5 Geschäftsjahre noch nicht archiviert wurden. Dies erhöht die Systemlast beim Archivdatenzugriff. Mit PBS NAI werden die PBS-Archivindizes nicht im Filesystem, sondern in der spaltenbasierten Sybase IQ Datenbank gespeichert und zwar pro SAP-System in je einer Instanz. Die Indizes sind hierbei um etwa 90 Prozent komprimiert. Beim Archivdatenzugriff liegt die Systemlast im Wesentlichen auf dem NAI-Server. Die Administration der gesamten Infrastruktur inklusive Sybase IQ erfolgt über eine Transaktion im SAP-System. Das Datenbank-Backup erfolgt automatisiert nach jedem Indexlauf. Eine Datenbank-Reorganisation der Sybase IQ ist nicht notwendig.

Ergebnisse

Für den Indexaufbau der Profit Center Rechnung mit immerhin 43 Millionen Belege hatte man im Produktivsystem unter Einsatz des PBS archive add on CPCA  mit der "klassischen" PBS-Methode bislang 7,41 Stunden gebraucht. PBS NAI benötigte dazu in der Testumgebung lediglich 30 Minuten. Auch die Zugriffstests sprachen für sich: Dauerte die Einzelpostenanzeige mit der klassischen Indizierungstechnik bislang 22,55 Sekunden, so waren es mit PBS NAI nur noch 3,34 Sekunden.
Der Indexaufbau der Ergebnisrechnung mit 32 Millionen Belegen über das "klassische" PBS archive add on CCOPA  dauerte in der Produktivumgebung zirka 11 Stunden. Mit Einsatz von PBS NAI in der Testumgebung nur noch 1,5 Stunden.
Für die Einzelpostenanzeige brauchte das SAP-System bislang fast sieben Minuten. Im Ergebnisbericht war ein Drilldown auf die Einzelposten online nicht möglich, weil das Zeitlimit überschritten wurde. PBS NAI schaffte die Einzelpostenanzeige in etwa 2,10 Sekunden und den Drilldown auf Einzelposten im Ergebnisbericht in zirka 9,41 Sekunden.

Die vollständige Präsentation unseres Pilotkunden finden Sie hier.

PBS NAI eignet sich übrigens auch hervorragend für SAP-Kunden, die keine PBS archive add ons im Einsatz haben, sondern sich an der Standard-Datenarchivierung orientieren. Weitere Infos finden Sie hier.