Spende an Verein Frauenhaus Bergstraße

Die diesjährige Spende statt Weihnachtskarten geht an den Verein des Frauenhauses Bergstraße. Das  Frauenhaus feierte im Juni sein 25jähriges Jubiläum. Dies sei, so die 1. Vorsitzende des Vereins, Christine Klein, mutigen Frauen aus dem Kreis Bergstraße zu verdanken. Damals in den 80er Jahren musste sich das Haus gegen erhebliche Widerstände und Vorurteile auch aus der Bevölkerung durchsetzen. Paradox eigentlich, wo doch jede 4. Frau in Deutschland körperliche, psychische und/oder sexuelle Gewalt durch ihren Partner erlebt. Auch Frauen mittlerer und hoher Bildungs- und Sozialschichten sind davon betroffen. Generell wird die Gefahr und Dynamik von Gewalt im privaten Umfeld häufig unterschätzt. Bis es, wie vor einiger Zeit auch im Kreis Bergstraße geschehen, zu Tötungsdelikten kommt. Kinder und Jugendliche sind von den Auswirkungen der Gewalt in der Familie besonders betroffen und als Folge davon oft traumatisiert und in ihrer Entwicklung gehemmt. Häufig verinnerlichen sie die erlebten Geschlechterrollenvorstellungen und leben diese später in ihren eigenen Partnerschaften weiter.

Schutz vor Gewalt

Im Frauenhaus erfahren die betroffenen Frauen, Kinder und Jugendlichen einen repektvollen Umgang. Das Angebot an psychosozialer Unterstützung ist groß. Es reicht von beschütztem, eigenveratnwortlichen Wohnen über Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu Polizei, Behörden, Beratungsstellen etc. bis zur Erziehungsberatung und individueller Entwicklungsbegleitung. Damit werden Frauen und Kinder unterstützt bei einem Neuanfang zu einem selbstbestimmten, gewaltfreien Leben.

Das Frauenhaus Bergstraße war bereits wenige Tage nach seiner Eröffnung voll belegt und auch heute noch muss jedes Jahr mehr Frauen wegen Platzmangel abgesagt werden, als aufgenommen werden können. Frauenarbeit ist trotz zahlreicher gesetzlicher und gesellschaftlicher Fortschritte wichtig wie eh und je. Das Frauenhaus Bergstraße hat im Laufe der Jahre an Akzeptanz gewonnen. Inzwischen wird nicht mehr über das Frauenhaus im Zusammenhang mit familiärer Gewalt gesprochen sondern mit dem Frauenhaus. Neben der interventiven Arbeit, die erfolgt wenn der Ernstfall schon eingetreten ist, ist auch Prävention ein großes Anliegen des Vereins. Sensibilisierung für einen resepktvollen Umgang mit Frauen, ob im Familien- und Freundeskreis oder Job, Unterstützung anzubieten anstatt wegzuschauen bei Verdachtsfällen sind ebenfalls wichtige Themen, so Christine Klein. Das Frauenhaus ist auch die richtige Anlaufstelle, um sich Tipps und Verhaltenshinweise zu holen für den Umgang mit ganz alltäglicher Diskriminierung von Frauen.
Neben ehrenamtlichen Engagement ist das Frauenhaus nach wie vor auf Spenden angewiesen:

Träger: Frauenhaus Bergstraße, verein@frauenhaus-bergstrasse.de
Spendenkonto 108 0530
BLZ 509050068