All-in-one Strategie: Computing, Storage & Compliance

Ausgangssituation
EnBW ODR AG ist ein langjähriger PBS-Kunde, der bereits seit 2010 zahlreiche PBS-Software-Lösungen einsetzt, neben einigen strategischen PBS archive add ons wie CFI, dem Add-on für SAP FI, und den spezifischen Add-ons für die Energiewirtschaft, CCU-IS und CISU, auch verschiedene Utilities sowie den PBS ContentLink, eine schlanke Verbindung zwischen SAP- und Storage-Systemen. Bei seiner Erstinstallation entschied man sich für NetApp NSeries mit SnapLock-Technologie als Storage-System, weil dieses bereits im Haus vorhanden war und auch von PBS ContentLink unterstützt wird.

Migration: Konsolidierung/Compliance/Synergie

Im Laufe der Jahre setzte EnBW ODR drei verschiedene Storage-Systeme ein: IBM DS8100, IBM DS4000 und NSeries. Deshalb entschied man sich, auf eine einheitliche Plattform, den IBM San Volume Controller mit zwei zugehörigen V5000 Systemen, zu migrieren. Als einziger Haken bei dieser Entscheidung erwies sich die Tatsache, dass der IBM San Volume Controller, bzw. V5000, nicht über eine SnapLock Funktion zur Sicherung der festgelegten Retention-Werte verfügt. Mit der Software FileLock von GRAU DATA fand man bei EnBW ODR eine Möglichkeit, die Archivierung wie von jeher über den PBS ContentLink Server durchzuführen und die bereits über Jahre hinweg archivierten Daten weiterhin zu schützen und zu recherchieren.

Projektverlauf

Im Vorfeld hatten die Projektverantwortlichen bei EnBW ODR sich telefonisch bei GRAU DATA versichert, dass eine Migration des bestehenden PBS-Archivs samt Bewahrung der bestehenden SnapLock-Fristen etc. mit GRAU DATA-Bord-Mitteln problemlos möglich sei.
Für das Projekt selbst holte sich EnBW ODR seinen langjährigen Beratungspartner im Archivierungsumfeld ComSol mit ins Boot. Die Berater Matthias Geßwein und Frank Stöckel erklärten sich gerne bereit, das Projekt zu begleiten. Da es sich bei dem Zusammenspiel von PBS ContentLink und FileLock von GRAU DATA um ein absolutes Novum handelte, beschloss man sicherheitshalber auch PBS selbst noch mit ins Projekt zu involvieren. Und so war auch der für den PBS ContentLink verantwortliche Entwickler Ulf Krüger ebenfalls einen Tag mit vor Ort und half bei der Prüfung der Migration.

Die Migration verlief in folgenden Phasen:
Zunächst wurde die laufende Archivierung gestoppt, so dass Frank Stöckel auf dem alten Content Server die aktuellen Archivdateien statistisch aufzeichnen und dokumentieren konnte. Um auch alle aktuellen Statistik-Tools nutzen zu können, wurde zuvor noch ein Update der PBS ContentLink-Software installiert. Parallel dazu baute man einen neuen PBS ContentLink (Windows 2012) Server auf. Bei GRAU DATA erstellte man mit FileLock auf dem neuen PBS ContentLink ein Test-Filesystem und migrierte mit GRAU DATA-eigenen Tools testweise ein PBS-Archiv von NSeries. Die Test-Migration wurde von den ComSol Beratern mit den Statistik-Tools von PBS geprüft. Sie stellten keine Unstimmigkeiten fest.
Anschließend testete man die Archivierung neuer Daten auf einem angebundenen SAP-Testsystem mit dem neuen PBS ContentLink Server unter der GRAU DATA FileLock-Technologie. Auch dies verlief problemlos. Im nächsten Schritt erfolgte die Migration des echten PBS-Archivs mit einer Größe von ca. 300 Gigabyte und 35.000 Files mit einer Laufzeit von ca. 2-3 Stunden. Die Mitarbeiter von ComSol und PBS prüften gemeinschaftlich die Ergebnisse. Sie stellten keine Unstimmigkeiten fest. Jedes der archivierten Dokumente hatte seinen Zeitstempel und sein Verfallsdatum exakt mit übernommen, alle Files waren vollständig vorhanden. Erst nach ausgiebigen Prüfungen wurde im SAP-System die Anbindung des alten PBS ContentLink Servers gestoppt und der neue PBS ContentLink Server aktiviert.

Fazit

Dem Projektverantwortlichen Franz Weber bei EnBW gefiel, dass die gewählte reibungslose Vorgehensweise jederzeit ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistete. Zu jedem Zeitpunkt gab es die Möglichkeit, bei eventuell auftretenden Fehlern die Migration abzubrechen und auf dem alten Stand weiterzuarbeiten. Der bestehende PBS ContentLink Server wurde ja erst ganz am Ende des Projekts vom SAP-System abgehängt und stillgelegt, ohne dass zu diesem Zeitpunkt Daten gelöscht oder verändert worden wären. Die Daten auf dem alten PBS ContentLink sowie der Server selbst wurden sicherheitshalber noch mehrere Wochen aufbewahrt. Während dieses Zeitraums erfolgte auch keine Neuarchivierung auf dem neuen PBS ContentLink, um eventuell bei später auftretenden Fehlern auf den alten Stand zurückkehren zu können.